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"Brände aus dem Nichts"
Selbstentzündung als Brandursache noch immer ein Problem
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In Landwirtschaft
und Nahrungsmittelproduktion, aber auch in der Energiewirtschaft kommt es
immer wieder zu Sachschäden in Millionenhöhe, weil Lagerbestände durch
Selbstentzündung in Rauch aufgehen. Die Ursachen für solche "Brände aus dem
Nichts" sind vielfältig.
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Nach Auskunft der
Schadenexperten der Provinzial Versicherungen Kiel sind Selbsterhitzung und
Wärmestau Hauptfaktoren für Selbstentzündungen. Zur Selbsterhitzung kommt es
bei der Lagerung brennbarer Stoffe in einem gut isolierten Milieu. Sie ist
entweder Ergebnis chemischer Reaktionen oder Folge von Mikrobenaktivitäten
(Pilze, Bakterien). Auch die Art der Wärmeabgabe an die Umgebung entscheidet
über den Verlauf des Selbsterhitzungsprozesses.
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Selbstentzündungen
treten meist erst dann auf, wenn die freigesetzte Wärme sich staut und das
Lagermaterial bis auf Zündtemperatur erhitzt wird. Am bekanntesten ist die
durch Mikroben ausgelöste Selbstentzündung von Heu. Auch Anlagen zur
Getreidetrocknung, wie sie in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, bergen
diese Gefahr. Hier entflammen während des Trocknungsvorgangs Pfropfen aus
Verunreinigungen, Körnern, Spelzen, organischem Staub usw.; dein
Brandgeschehen gehen so genannte Maillard‑Reaktionen voraus deren
Eiweiß‑Zucker‑Verbindungen die Wärmeentwicklung , zusätzlich fördern.
Verschiedene Düngemittel, besonders gebrannter Kalk, erhitzen sich in
feuchtem Zustand und können auf diese Weise brennbare Stoffe entzünden, die
in der Nähe lagern.
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Daher:
Auf
Trockenheit, gute Belüftung, richtige Stapelhöhe und gegebenenfalls die
frühzeitige Umschichtung der Lagermaterialien zu achten. Ausreichend
Feuerlöschmittel griffbereit halten.
Achtung:
Selbstentzündungen geht eine Anlaufzeit voraus, die Stunden (Leinöl), Tage
oder sogar Monate dauern kann! Deshalb, wo es möglich ist, frühzeitig und
regelmäßig Temperaturmessungen durchführen. |
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