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Heustockbrand: Das Risiko nicht unterschätzen.
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erste Schnitt bei der Heuernte ist eingebracht. Bei der Lagerung des
nährstoffreichen Futters müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
Einer möglichen Selbstentzündung von frisch eingelagertem Heu und Öhmd
(zweiter Schnitt) beugt der Landwirt dadurch vor, dass er nur ausreichend
getrocknetes Heu einlagert und sorgfältig die Temperatur im Heustock misst. |
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Wie ein Brand
zustande kommt
Bevor ein Heustock
durch Selbstentzündung in Brand gerät, spielen sich in seinem Innern
verschiedene biochemische Vorgange ab. Das Zusammenspiel von Bakterien,
Pilzen, Nährstoffen und Feuchtigkeit führt zu erhöhten Temperaturen. Steigt
die Temperatur über 60°C, besteht Brandgefahr und der Landwirt muss weitere
Schutzmaßnahmen ergreifen. Er muss häufiger die Temperatur messen, die
Feuerwehr verständigen und den Heustock abtragen.
Bei bodengetrocknetem Heu ist die Gefahr einer Selbstentzündung etwa zehnmal
so groß wie bei Heu, das auf Gerüsten (Heinzen), Böcken und Drähten
getrocknet wurde. Auf freiem Feld sollte das Heu vier regenfreie Tage lang
trocknen, nur in besonders günstigen Lagen reichen drei Tage aus. Bei
anschließender Heutrocknung unter Dach genügen zwei Tage. Häufige Fehler
sind unzureichende Be‑ und Entlüftung und nicht sachgemäße Lagerung des
Heustocks.
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Der Brandgefahr rechtzeitig begegnen
Der Gefahr von Selbstentzündung begegnet der Landwirt durch
vorsorgliche Temperaturmessungen mittels einer elektrischen Heumesssonde.
Entsprechend den bei der Gebäudeversicherung des Sparkassenverbandes
erhältlichen Messtabellen sind vom Landwirt regelmäßige Messungen
durchzuführen. Diese sind spätestens am zweiten Tag nach der Heueinlagerung
und über die Dauer von zwei Monaten regelmäßig mindestens im wöchentlichen
Abstand erforderlich. Anschließend sollten zur Vorsorge monatliche
Kontrollen durchgeführt werden.
Zu bedenken ist, dass der erste Schnitt (Heu) wesentlich gefährlicher ist
als der zweite Schnitt (Öhmd), da dieser langsamer trocknet.
Die Gebäudeversicherung gewährt den bei ihr versicherten Landwirten und der
öffentlichen Feuerwehr Zuschüsse bei der Beschaffung von Heumesssonden.
Diese kosten etwa EUR 250. Den Landwirten werden 50 Prozent der
Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten erstattet, den Feuerwehren 100
Prozent.
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Brandgefahr besteht auch im Ballenlager
Gepresste Heuballen
sind stärker gefährdet als loses Langheu oder gehäckselt eingelagertes Heu.
Bei Mitteldruck und Hochdruck-Pressheu führt eine zu frühe Einpressung mit
ungenügender Vortrocknung rasch zur Erwärmung. Zu geringe Zwischenräume
zwischen den gelagerten Heuballen verhindern den Temperaturabfluss. Auf
ausreichende Abstände der Ballenstapel voneinander ist deshalb zu achten.
Die Gänge zwischen den Stapeln sollten mindestens 40 Zentimeter breit sein.
Der Heustock sollte
von allen Seiten zugänglich, nicht mehr als acht Meter tief und nicht mehr
als vier Meter hoch sein. Angrenzend an eine Wand sollte er höchstens fünf
Meter tief sein. |
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aus: Landpost 28/2001
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