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Kältetrübung - Alkohol-Kälte-Test (AKT)

Durch starkes Unterkühlen tritt beim Bier eine , vom Zustand des Bieres abhängige, reversible Trübung ein, die durch ausgefällte Polyphenol-Protein-Komplexe verursacht wird. Der Zusatz von Alkohol vermindert die Löslichkeit der Komplexe und beschleunigt somit die Trübungsbildung. Der sehr schnell durchzuführende Kältetest erlaubt Voraussagen über die zu erwartende Dauertrübung des Bieres.

Schon gleich nach der Filtration oder nach dem Abzug gibt der Alkohol-Kälte-Test (AKT) präzise Hinweise auf das Trübungspotential eines Bieres und auf die Wirksamkeit von Stabilisierungsmaßnahmen, die dann ausgewertet und gegebenenfalls verändert werden können.

Im Verlauf von Transport und Lagerung kann der AKT Auskunft über Phänomene von trübungsfördernden Kondensationen geben, die zu einer Erhöhung der Gerbkraft gegenüber trübungsanfälligen Proteinen führen. Dieses Phänomen, bei dem auch das Molekulargewicht der Tannoide ansteigt, wird hauptsächlich durch Oxidation bewirkt, gegen die reduktionsschwache Biere besonders anfällig sind.

Beim AKT wird mit einem Ethanolzusatz von bis zu 6% gearbeitet, wobei die Zugabe von 1% einer Temperaturminderung von 1°C entspricht. Das TANNOMETER mißt die Trübung in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit, als Ergebnis wird die nach einer voreingestellten Meßzeit  enstandene Trübung in EBC-Einheiten angezeigt.

Alkokohl-Kälte-Test nach Chapon (Nullversuch ohne Alkoholzugabe). Je nach Alterung, Lagertemperatur, Sauerstoff, Transportbewegung und Lichtexposition erscheinen hier unterschiedliche Trübungswerte.

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